{"id":12215,"date":"2019-04-11T14:23:17","date_gmt":"2019-04-11T12:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.haseneinternational.org\/2019\/04\/11\/vietnam\/"},"modified":"2019-04-25T14:46:27","modified_gmt":"2019-04-25T12:46:27","slug":"vietnam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hasene.org\/de\/2019\/04\/11\/vietnam\/","title":{"rendered":"Vietnam"},"content":{"rendered":"<h2>\u201eIhr werdet doch wiederkommen, oder?\u201c<\/h2>\n<p>Im Rahmen der Soforthilfe-Aktion leistete die Hilfsorganisation Hasene International e. V. Nothilfe in Vietnam und verteilte \u00fcber 9 Tonnen Nahrungsmittel.  <\/p>\n<p>Seit mehr als zwei Jahren ist Hasene inzwischen auch in S\u00fcdostasien aktiv. Jetzt wurde im Rahmen eine umfassende Nothilfe-Aktion in Vietnam durchgef\u00fchrt.  <\/p>\n<p>Mustafa Hamurcu, Leiter der Amersfoorter Gemeinde in den Niederlanden, und B\u00fclent Konur aus der Hasene-Zweigstelle im w\u00fcrttembergischen Aalen begleiteten die Aktion, bei der neben der Ausgabe von Hilfspaketen, Adak-, Ak\u00eeka- und Kurban-Spenden auch 315 Waisenkinder mit Kleidung versorgt wurden. <\/p>\n<p>Etwa 70.000 Muslime leben in Vietnam, davon 25.000 im Bezirk Chau Doc der Provinz An Giang. Dort hat Hasene in der Vergangenheit bereits Kurban- und Lebensmittel-Kampagnen durchgef\u00fchrt: \u201eDie Menschen erz\u00e4hlten uns, dass Hasene die erste und einzige Hilfsorganisation ist, die in Chau Doc hilft\u201c, berichtet Mustafa Hamurcu.  \u201eUnsere Hilfe macht ihnen gro\u00dfe Hoffnung.\u201c Auch m\u00f6gliche Waisen- und Bildungsprojekte seien in Chau Doc willkommen. \u201eIn Vietnam k\u00f6nnen Kinder eine Schule nur dann besuchen, wenn ihre Eltern das n\u00f6tige Geld dazu haben\u201c, so Hamurcu.<\/p>\n<p>Im Laufe der Kampagne hat das Hasene-Team auch 315 Waisenkinder unterst\u00fctzt. Die Nothilfe wurde in Form von Kleidung, finanzieller Unterst\u00fctzung und Hilfspaketen geleistet, berichtet Hamurcu. Auch der Grundstein f\u00fcr ein k\u00fcnftiges Waisenprojekt ist gelegt worden. <\/p>\n<p>Die Hasene-Helfer verteilten au\u00dferdem das Fleisch von 140 als Kurban, Adak und Ak\u00eeka gespendeten Opfertiere an die Bed\u00fcrftigen.<\/p>\n<div class=\"campaign_single_right\">\n get_campaign_single_cart_box(array(716));\n<\/div>\n<p>Insgesamt sind neun Tonnen Lebensmittel in Form von Hilfspaketen verteilt wurden, von denen jedes neben Kleidung auch Grundnahrungsmittel wie Zucker, Milch, Fisch\u00f6l, Reis, Nudeln, Fleisch, Reiswaffeln und Geb\u00e4ck enth\u00e4lt. \u201eInsgesamt haben wir 320 Hilfspakete ausgeteilt. Damit konnten wir \u00fcber 1 500 Arme und Bed\u00fcrftige erreichen\u201c, so Hamurcu.<\/p>\n<p>Alle bed\u00fcrftigen Familien und Waisenkinder aus der Stadt und den umliegenden Nachbard\u00f6rfern seien zu einer zentralen Ausgabestelle eingeladen worden. Die Freude sei sehr gro\u00df gewesen, besonders unter den Waisen.  <\/p>\n<h3>\u201eT\u00fcrken sind gekommen, um uns zu helfen\u201c<\/h3>\n<p>Die Stadt An Giang liegt im Mekong-Delta, ca. 300 km s\u00fcdostlich von Ho-Chi-Minh-Stadt entfernt. Die Bootsfahrt von der Hauptstadt in die entlegene Region dauert bis zu sieben Stunden, andere Transportmittel gibt es nicht. \u201eDie Menschen leben an und auf dem Wasser, meistens in Hausbooten. Die weiten Felder des Mekong-Deltas werden f\u00fcr die Reisproduktion und f\u00fcr weitere landwirtschaftliche Zwecke genutzt\u201c, berichtet Hamurcu. Die Einwohner An Giangs w\u00fcrden nicht nur von der Landwirtschaft leben; viele Einwohner h\u00e4tten auch kleinere L\u00e4den, Buden oder Werkst\u00e4tte vor ihren H\u00e4usern, so der Hasene-Beobachter. Ein gro\u00dfes Problem sei die Landflucht. Viele arme Familien m\u00fcssten in Gro\u00dfst\u00e4dte ziehen. <\/p>\n<div class=\"campaign_single_left\">\n get_campaign_single_cart_box(array(8767));\n<\/div>\n<p>Die Menschen, so der Beobachter, gingen sehr friedlich und respektvoll miteinander um. Man respektiere den Glauben und die Lebensgestaltung des anderen. <\/p>\n<p>Eine allgemeine Schulpflicht gebe es in An Giang nicht. F\u00fcr Kinder armer Eltern sei der Schulbesuch ohnehin unm\u00f6glich. Deshalb w\u00fcrden viele muslimische Familien, die den Schulbesuch nicht bezahlen k\u00f6nnen, ihre Kinder zum Unterricht in die Moschee schicken, berichtet Hamurcu. <\/p>\n<p>Um m\u00f6glichst viele Arme und Bed\u00fcrftige zu erreichen, sei man auch von T\u00fcr zu T\u00fcr gegangen. Das habe zu emotionalen Momenten gef\u00fchrt, berichtet der Helfer. Eine \u00e4ltere, alleinlebende Dame h\u00e4tte vor Freude weinend gesagt: \u201eT\u00fcrken sind gekommen, um uns zu helfen\u201c.<\/p>\n<p>Der Besuch des Hasene-Teams aber viel Freude und Hoffnung ausgel\u00f6st. \u201eIhr werdet uns nicht vergessen und werdet wiederkommen, oder?\u201c, sind die Helfer beim Abschied gefragt worden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIhr werdet doch wiederkommen, oder?\u201c Im Rahmen der Soforthilfe-Aktion leistete die Hilfsorganisation Hasene International e. V. Nothilfe in Vietnam und verteilte \u00fcber 9 Tonnen Nahrungsmittel. Seit mehr als zwei Jahren ist Hasene inzwischen auch in S\u00fcdostasien aktiv. Jetzt wurde im Rahmen eine umfassende Nothilfe-Aktion in Vietnam durchgef\u00fchrt. 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