Hasene-Vetreter ziehen Bilanz

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Regionalvertreter-Versammlung in Köln:

 

Hasene-Vetreter ziehen Bilanz

 

Am 21. und 22. Oktober 2017 fand in Köln die letzte Versammlung der Hasene-Regionalvertreter in diesem Jahr statt. Im Verlauf des zweitägigen Treffens, an dem Vertreter aus Europa und der Türkei teilnahmen, wurden die diesjährigen Hilfsaktionen und Kampagnen von Hasene präsentiert und Bilanz gezogen.

 

Muslime müssen soziale Verantwortung übernehmen

 

Ein besonderer Erfolg in diesem Jahr war nach Angaben von Hasene-Geschäftsführer Mesud Gülbahar die Kurban-Kampagne. Die Anzahl der Spenden anlässlich des islamischen Opferfestes sei 2017 noch einmal gestiegen. „Und das trotz der Sommerferien“, freute sich Gülbahar.

Aber nicht nur notleidende Menschen in fernen Weltregionen liegen Hasene am Herzen. Gerade angesichts der Flüchtlingskrise in Europa und einer Zunahme rechtsextremer Diskurse stelle sich die Frage, wie auch weiterhin ein friedliches Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen ermöglicht werden könne. „Muslime, die in Europa leben, müssen sich an sozialen Projekten beteiligen und Verantwortung übernehmen“, forderte Gülbahar.

Auch in diesem Winter soll es europaweit wieder mobile Suppenküchen geben. An festen Standorten werden Hasene-Mitarbeiter an Obdachlose Suppe und warme Getränke ausgeben.

Zugleich hob er die beiden wichtigsten Prinzipien  hervor, nach denen Hasene arbeitet. Einerseits gehe es darum, potenzielle Spender zu informieren und zum Mitmachen anzuregen. Gleichzeitig sollten die Empfänger der Spenden nicht beschämt werden. Deshalb komme es bei der Verteilung auch darauf an, Sensibilität gegenüber den kulturellen und sprachlichen Besonderheiten und den individuellen Empfindungen der Bedürftigen zu zeigen, betonte Gülbahar.

 

Der Vorsitzende der IGMG, Kemal Ergün, sprach den anwesenden Regionalvertretern und allen Hasene-Mitarbeitern in einem Grußwort seinen Dank aus.

 

„Ein schönes Gefühl, Menschen zu helfen“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde Ali Atik verabschiedet. Der Freiburger, der seit 2010 für Hasene tätig war, legte sein Amt aufgrund akuter Überlastung nieder. Die Arbeit für die Hilfsorganisation habe ihn immer mit großer Freude und Motivation erfüllt, sagte Atik in seiner Abschiedsrede. In den Aktionen werde erkennbar, dass Hasene seine Arbeit ernst nehme und aufrichtige Ziele habe. „Es gibt kein schöneres Gefühl, als Menschen in Not zu helfen und dafür zu sorgen, dass Menschen einander beistehen. Ich habe immer gern für Hasene gearbeitet. Das merke ich gerade jetzt, nachdem ich mein Amt niedergelegt habe“, resümierte Atik.