HILFE FÜR SCHWERBEHINDERTE

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HILFE FÜR SCHWERBEHINDERTE

100 Rollstühle für somalische Schwerbehinderte

 

Im Zuge der aktuellen Hilfskampagne in Somalia haben Hasene-Helfer insgesamt einhundert Rollstühle an Kriegsversehrte und Behinderte übergeben.  Organisiert wurde die Verteilung in der Hauptstadt Mogadischu vom Institut für Schifffahrt und Fischerei, das von Hasene geführt wird.

 

Den Anstoß zu dieser besonderen Aktion gaben Mitglieder der IGMG-Frauenorganisation des Regionalverbandes Chaleroi (Belgien).  „2016 war ich im Sudan, wo wir von Bekannten gestiftete Rollstühle an behinderte Menschen verteilt haben. Die Fotos von dieser Aktionen machten schnell die Runde und die Frauengruppe schlug vor, eine solche Verteilung im Rahmen eines Hasene-Einsatzes auch in Somalia durchzuführen. Von den Spendengeldern, die die Frauen in Eigeninitiative gesammelt haben, konnten die Rollstühle beschafft werden“, berichtet der Vorsitzendes des belgischen Regionalverbandes,  Ammar Harmanşa.

 

Behinderte können ihr Haus kaum verlassen

 

Somalia leidet weiterhin unter den immer wieder aufflammenden Kämpfen zwischen rivalisierenden War-Lords und dem Terror der Al-Shabab-Milizen. Die Infrastruktur ist völlig zerstört.

Für behinderte Menschen ist der Alltag deshalb besonders schwierig. Viele von ihnen können ihre Häuser kaum verlassen. Marode Straßen, fehlende Bürgersteige, Treppen und andere Hindernisse werden oft zur unüberwindlichen Barriere. Viele Gelähmte oder Menschen, die bei Kampfhandlungen ihre Beine verloren haben, schleppen sich auf ihren Händen durch die Straßen. Für den Hasene-Vorsitzenden Mesud Gülbahar ist klar, dass die Menschen unter diesen Bedingungen auch weiterhin auf fremde Hilfe angewiesen sein werden. „Aber die Rollstühle geben ihnen die Möglichkeit, in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung mobil zu sein“, sagte Gülbahar.

 

Waisen erhalten Kleiderspenden

 

Die Kinder des Waisenhauses in Mogadischu erhielten  T-Shirts, Hosen und Schuhe.

Für Mesud Gülbahar ist die Freude der Kinder immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. „Die Kinder rezitierten die Fatiha, die erste Sure des Korans für uns, und trugen das Lied „Tala al-Badru“ vor.“ Dieses Lied hatten die Einwohner Medinas bei der Ankunft des Propheten angestimmt. Es zählt heute zu den bekanntesten geistlichen Liedern im islamischen Kulturkreis. „Ein Mädchen kam zu mir und fragte mich, ob ich Muslim sei“, erinnert sich Gülbahar lächelnd. „Für viele Menschen in Somalia ist es kaum vorstellbar, dass es auch in Europa Muslime gibt.“

 

Die Freude und Dankbarkeit der Menschen ist für Gülbahar und die Hasene-Helfer Motivation und Antrieb, lässt sie oft aber auch nachdenklich werden: „Diese Erlebnisse sind auch eine Lektion für uns“, mahnte Gülbahar. „Angesichts des Leids so vieler Witwen, Waisen, Behinderter und anderer Bedürftiger müssen wir für die Stabilität und Sicherheit in unserem eigenen Land umso dankbarer sein.“

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