Humanitäre Hilfe für Erdbebenopfer in Indonesien

HASENE International e. V.

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE80 3705 0299 0149 2890 54
BIC: COKSDE33XXX

Humanitäre Hilfe für Erdbebenopfer in Indonesien

Nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien hat der Hilfs- und Sozialverein Hasene Nothilfe im Katastrophengebiet geleistet. Muhammed Ünal, Vertreter der Hasene-Zweigstelle in Belgien und die  Hasene-Beobachter Volkan Meral und Akif Özsoy reisten von Jakarta aus in die besonders schwer getroffene Küstenstadt Palu gereist. Über 700 indonesische Familien konnten  Hilfspaketen versorgt werden. Diese enthielten neben Grundnahrungsmitteln auch Hygieneartikel. Daneben verteilte das Hasene-Team auch Decken und Zelte an die obdachlos gewordenen Menschen.

 

Einsatz für die Geschwister in Indonesien

 

Der Ablauf der Hilfskation sei zusammen mit der lokalen  Partnerorganisation geplant worden, berichtet Muhammed Ünal.  Nach Angaben der Bewohner Palus würden noch immer 20.000 Menschen vermisst. Eine ganze Siedlung einige Kilometer abgerutscht. Der Tsunami habe Dutzende Menschen, ganze Häuser und Autos fortgerissen. Die Suche nach weiteren Überlebenden sei nach zwei Wochen eingestellt worden. „Die Überlebenden sind verzweifelt und können sich nur schwer um die Beisetzung der Leichen sorgen. Wir haben gesehen, wie die Menschen teilweise eigenhändig nach Vermissten gruben. Eine ganze Siedlung war unter Schlammbergen begraben und ganze Straßenzüge waren versunken“, berichtet Ünal. Man habe gehofft,  vielleicht noch Überlebende zu finden und sie zu retten. Der Nothilfe, die dringend erwartet worden sei, sollten nun langfristige Projekte in der Katastrophenregionen folgen. „Wir wollen unsere Geschwister in Indonesien wissen lassen, dass wir ihnen beistehen“, erkläre Ünal. Der Einsatz in Palu habe ihn an seine Arbeit in den Flüchtlingslagern in Bangladesch erinnert. „Wenn man bedenkt, dass vor der Katastrophe über 100 000 Menschen in Palu gelebt haben und 20 000 Menschen aktuell vermisst werden, kann man sich ein Bild davon machen, welches Ausmaß diese Naturkatastrophe hat – eine ganze Stadt ist verwüstet. Mehr als 25 000 Menschen leben aktuell in provisorischen Notunterkünften. Viele Menschen trauen sich nicht, in ihre zerstörten Häuser zurückzukehren. Tausende Menschen haben ihr Zuhause verloren“, schildert Muhammed Ünal die Situation vor Ort. „Jede noch so kleine Hilfe ist wichtig und wird gebraucht. Die Menschen sind dringend auf weitere humanitäre Hilfe angewiesen.“

 

Hasene-Team übernachtet in einem Zelt

 

Volkan Meral aus dem Hasene-Einsatzteam berichtet: „Als wir nach Palu kamen, waren wir geschockt. Die schweren Erdbeben und der Tsunami haben eine ganze Stadt zerstört. Gebäude, Straßen und Brücken waren im Schlamm verschwunden. Die Situation ist weitaus schlimmer, als in den Medien dargestellt.“ Auch viele Regierungsgebäude und Schulen seien beschädigt oder zerstört worden, und seien derzeit unbenutzbar. „Nach den Katastrophenstellen haben wir die Notunterkünfte besucht, in denen die Erdbebenopfer untergebracht werden.“ Vor allem Nahrungsmittel, Kleidung, Planen und Zelte würden benötigt, so Meral, da viele Menschen nicht in ihre Häuser zurückkehren könnten. „Wir waren vier Tage in Palu unterwegs und haben auf einem Schulhof in einem Zelt übernachtet. Allah möge uns vor solchen Naturkatastrophen bewahren. Dass die Indonesier selbst nach einem solchem Unglück gütig und freundlich waren, hat mich sehr geprägt.“ Meral erinnert sich vor allem an die gegenseitige Hilfsbereitschaft. Einmal habe man Schokolade an die Kinder verteilt. Eines der Kinder habe sie nicht annehmen wollen. „Ich habe schon eine Schokolade bekommen. Gebt es den Kindern, die noch keine haben“, habe es zu den Helfern gesagt.  „Dieses Kind hat alles verloren und denkt trotzdem auch an andere“, so Meral. Er h offe, dass auch Menschen in wohlhabenden Ländern sich von dieser Menschlichkeit anstecken ließen. Gleichzeitig dankte er allen Spendern, die die Nothilfe ermöglicht hätten.