Zeltdorf für vertriebene Rohingya geplant

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Nothilfe für burmesische Flüchtlinge

 

Zeltdorf für vertriebene Rohingya geplant

 

Ein dreiköpfige Hasene-Delegation plant in der bengalischen Grenzstadt Cox‘ Bazar die Errichtung eines Zeltdorfs für vertriebene Rohingya-Flüchtlinge aus dem benachbarten Myanmar.

 

Der Kölner Hasene Vertreter Halil Yılmaz und seine Begleiter Murat Sevinç und Muhammed Semih Meriç machten sich zunächst vor Ort ein Bild von der Situation der Flüchtlinge in den Lagern Balu Kali 1 und 2, Kutupalong und Schaporidip. In den Lagern fehle es am Nötigsten, nicht jede Familie habe ein Dach über dem Kopf, gekocht werden könne nur auf provisorischen Kochern in einer Ecke der Zelte, berichteten die Mitarbeiter. Viele der Flüchtlinge seien über die nahegelegenen Berge nach Bangladesh geflohen. In der Erstaufnahmestelle Tak Nef würden sie zunächst registriert und dann per LKW auf die Lager verteilt.

„Das Leben hier unterscheidet sich völlig von allem, was wir kennen“, berichtete Halil Yılmaz. Er denkt an die vielen Frauen, Alten und Kranken, vor allem aber an die Kinder in den Lagern: „Ihnen ein wenig Zuneigung zu zeigen, sie mit einem kleinen Geschenk oder einem Luftballon zu erfreuen, das ist einfach ein schönes Gefühl.“ Auch Murat Sevinç geht besonders die Not der Kinder sehr nahe. „Kinder sind überall auf der Welt gleich. Aber hier können sie nicht wirklich Kind sein. Viele hungern und sind obdachlos. Wenn wir ihnen Süßigkeiten oder Schokolade geben und dann neben ihrer Freude auch Trauer in ihren Gesichtern sehen – das tut weh.“ Gerade dies sporne ihn an, sich trotz aller Strapazen für diese Aktion zu engagieren, betonte Sevinç.

 

Nothilfe muss weitergehen

 

Die Hasene Delegation verteilte zunächst Lebensmittelpakete bestehend aus Reis, Öl und Kartoffeln an die Flüchtlinge. Familien erhielten außerdem auch Finanzhilfen, um weitere tägliche Bedürfnisse decken zu können, zumal es in den Camps auch Einkaufsmöglichkeiten gibt. Auch zahlreiche Decken seien an die Flüchtlinge verteilt worden, so Halil Yılmaz.

 

 

Zeltdorf für 500 Personen soll entstehen

 

Inzwischen wird bereits das nächste Projekt geplant. Ein Zeltdorf für insgesamt 500 Personen soll entstehen. Die Zelte sind allesamt mit einer Waschgelegenheit ausgestattet und verfügen über eine Toilette. Auch eine Krankenstation, eine Schule und einen Gebetsraum soll es in dem Zeltdorf geben. „Derzeit beraten wir uns mit anderen Hilfsorganisationen und den lokalen Behörden“, erklärte Yılmaz. Sobald ein Gelände zur Verfügung stehe, solle mit dem Bau begonnen werden.

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