fbpx

STUDIERENDE GEWINNEN NACH DEM KRIEG EINBLICKE VOR ORT IN SYRIEN

hasene syrien 18. September 2026

Im Rahmen des Sommerpraktikumsprogramms der Stiftung für Migrationsforschung (GAV) wurde in Zusammenarbeit mit HASENE eine umfassende Studienreise nach Syrien durchgeführt. Die 20 teilnehmenden Studierenden erhielten dabei die Möglichkeit, Migration, Vertreibung, humanitäre Hilfe, Wiederaufbau und den gesellschaftlichen Wandel nach dem Krieg unmittelbar vor Ort zu betrachten.

Theoretisches Wissen trifft auf praktische Einblicke

HASENE International e. V.

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE80 3705 0299 0149 2890 54
BIC: COKSDE33XXX

Ziel der Reise war es, die während des Programms behandelten Themen durch Erfahrungen vor Ort zu vertiefen. Die Studierenden setzten sich dabei intensiv mit den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges in Syrien auseinander. Im Mittelpunkt standen der Wiederaufbau der Städte, die gesellschaftlichen Folgen von Vertreibung sowie die Prozesse der Rückkehr.

Einblicke in Aleppo, Hama, Homs und Damaskus

Im Rahmen der Reise besuchten die Studierenden Aleppo, Hama, Homs und Damaskus. In vom Krieg betroffenen Wohngebieten erhielten sie Einblicke in den Wiederaufbau der Städte und die gesellschaftlichen Veränderungen nach dem Krieg.

Darüber hinaus wurden historische und kulturelle Stätten besucht, um das geschichtliche und kulturelle Erbe Syriens näher kennenzulernen. So konnten die Teilnehmenden nachvollziehen, welche Spuren der Krieg nicht nur an Gebäuden und Infrastruktur, sondern auch im sozialen Gefüge der Städte und im kulturellen Leben hinterlassen hat.

HASENE-Projekte vor Ort besucht

 Ein weiterer Schwerpunkt war der Besuch der von HASENE in Syrien durchgeführten Maßnahmen in den Bereichen humanitäre Hilfe, soziale Unterstützung, Bildung, Rehabilitation und Entwicklungszusammenarbeit. Die Studierenden informierten sich bei den Teams vor Ort über die verschiedenen Aktivitäten und erhielten Einblicke in die Planung, Umsetzung und Verteilung humanitärer Hilfen an bedürftige Menschen. Dadurch konnten sie die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen in Kriegs- und Krisengebieten anhand konkreter Beispiele aus der Praxis kennenlernen.

Neue Perspektiven auf Migration und humanitäre Hilfe

Die Studienreise vermittelte den Teilnehmenden nicht nur fachliche Erkenntnisse, sondern ermöglichte ihnen auch, ihre analytische Perspektive auf Migration zu erweitern und unmittelbar mit unterschiedlichen Akteuren in Kontakt zu treten. Das gemeinsam von GAV und HASENE durchgeführte Programm trug dazu bei, theoretisch behandelte Themen wie Migration, Vertreibung, humanitäre Hilfe und Wiederaufbau anhand konkreter Erfahrungen einzuordnen.

Zum Abschluss hatten die Studierenden einen umfassenden Einblick in die humanitären, gesellschaftlichen und physischen Veränderungen erhalten, die der Krieg in Syrien hervorgerufen hat.

„Eine wichtige Praxiserfahrung für die Studierenden“

HASENE-Syrienkoordinator Muhammed Gökmen zeigte sich erfreut darüber, die Studierenden in Syrien begrüßen zu dürfen. Der Besuch sei eine wichtige Erfahrung gewesen, um die Veränderungen im Land aus nächster Nähe wahrzunehmen. Syrien trage weiterhin die Folgen des langjährigen Krieges, des Erdbebens und der massenhaften Vertreibung. Gleichzeitig werde in vielen Regionen des Landes daran gearbeitet, das gesellschaftliche Leben wiederaufzubauen.

Altaş: „Wer die Situation vor Ort sieht, kann das Erlebte besser verstehen“

HASENE-Präsident Bekir Altaş betonte die Bedeutung der Studienreise für die Verbindung von akademischem Wissen und der Realität vor Ort. Themen wie Krieg, Migration und Vertreibung könnten nicht ausschließlich auf theoretischer Ebene betrachtet werden. Die Möglichkeit, die Veränderungen in Syrien unmittelbar zu erleben, habe den Studierenden dabei geholfen, unterschiedliche Zusammenhänge aus einer umfassenderen und vertieften Perspektive zu betrachten.