Adak, Akîka und Schukr

WARUM ADAK-, AKÎKA- UND SCHUKR- SPENDEN?

Auch zu anderen Gelegenheiten als dem Kurbanfest können Opfer dargebracht werden. Dazu gehört z. B. die Einlösung eines Gelöbnisses (Adak), die Begrüßung eines Neugeborenen (Akîka) und die Opfergabe zum Ausdruck der Dankbarkeit (Schukr).

Ausdruck der Dankbarkeit

Der Hilfs- und Sozialverein Hasene gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Opferspende mit anderen Menschen weltweit zu teilen. Bei vielen Menschen in Afrika und Asien steht Fleisch nur selten auf dem Speiseplan. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch in Bangladesch bei 4 kg, in Mozambik bei 8,1 kg. Vor allem Kinder haben kaum Zugang zu dieser wichtigen Vitamin- und Mineralquelle.

Die als Adak, Akîka oder Schukr-Opfer gespendeten Opfertiere werden in den Ländern, in denen Hasene aktiv ist, geschlachtet, und an Bedürftige, Waisenkinder und Alleinstehende sowie an Schüler in Wohnheimen verteilt.

100 €
Ausdruck der Dankbarkeit
5004

Adak

0
100 €
Ausdruck der Dankbarkeit
5005

Akîka

0
100 €
Ausdruck der Dankbarkeit
5026

Schukr

0
10 €
5027

Allgemein Spende Einmalig

0

Häufig gestellte Fragen

Adak

Der Begriff „Adak“ beschreibt eine Handlung, zu der sich ein Muslim vor Allah verpflichtet. Konkret ist damit eine besondere Form der Opfergabe gemeint. Hat der Muslim Allah das Opfer gelobt, gilt die Opferung als verpflichtend.

Im Koran heißt es: „Dann sollen sie ihre Gelübde erfüllen. (Sure Hadsch, 22:29)

Gegenstand eines Gelöbnisses ist eine als Gottesdienst geltende Handlung (Ibâda). Ein Gelöbnis könnte bspw. So lauten:„Ich gelobe, soundso viele Rakas zu beten“ oder „Ich gelobe, ein Opfertier zu schlachten.“

Man unterscheided zwei Formen des Gelöbnisses:

Das bedingte Gelöbnis (Nazr maschrut) und das absolute Gelöbnis (Nazr mutlak). Für beide Formen gelten unterschiedliche Bedingungen.

1. Das bedingte Gelöbnis (Nazr maschrut):

Das bedingte Gelöbnis ist an den Eintritt eines gewünschten Ereignisses gebunden. Der Gläubige kann bspw. sagen: „O Allah, wenn du mich von meiner Krankheit heilst, gelobe ich, soundso viel Tage zu fasten“ oder „[…] gelobe ich, dir ein (oder mehrere) Opfertier(e) zu schlachten.“ In manchen Fällen ist das Gelöbnis nicht an das Eintreten einer Handlung gebunden, wenn der Gelobende zum Beispiel sagt: „Wenn ich mit dieser Person sprechen sollte, gelobe ich, jenen Gottesdienst (Ibâda) zu vollbringen.“

Das Gelöbnis muss in jedem Fall erfüllt werden. Dies gilt auch dann, wenn die gelobte Tat bereits vor dem eigentlichen Eintritt des gewünschten Ereignisses vollbracht wurde. Hat der Gläubige also z. B. im Falle seiner Heilung eine bestimmte Anzahl an Fastentagen gelobt, und diese bereits vor seiner Genesung abgleistet, muss er nochmals fasten, sobald er vollständig gesund geworden ist. In beiden Fällen muss derjenige, der das Gelöbnis abgelegt hat.

2. Das absolute Gelöbnis (Nazr mutlak):

Ein absolutes Gelöbnis ist nicht an den Eintritt eines bestimmten Ereignisses gebunden. Der Gläubige kann z. B. sagen: „Ich gelobe, am kommenden Donnerstag zu fasten.“ Das absolute Gelöbnis ist bindend, seine Nichterfüllung gilt als Sünde.

Adak (Gelöbnis) – Kurban:

Es ist möglich, ein Opfertier (Kurban) als Opfergabe zu geloben. In diesem Fall müssen zwei Punkte beachtet werden:

1. Bezüglich der infrage kommenden Tierarten gelten die üblichen Regeln des „Udhiyya“ bzw. des „Hedy“-Opfers, d. h. es können nur Schafe, Ziegen, Rinder und Kamele als Opfer dargebracht werden.

2. Der Verzehr des Opferfleisches ist sowohl demjenigen, der das Gelöbnis abgelegt hat, als auch seinen Familienangehörigen (Eltern, Großeltern, Kindern und Enkelkindern) nicht erlaubt. Das Opferfleisch steht ausschließlich Armen und Bedürftigen zu. Verzehren die oben genannten Personen dennoch einen Teil des Fleisches, müssen sie den Gegenwert an Bedürftige spenden.

Akîka

Unter „Akîka“ versteht man allgemein die Rituale zur Begrüßung eines Neugeborenen. Dazu zählen das Abschneiden der ersten Haare, die Namensgebung und die Opferung eines Tieres am siebten Tag der Geburt.

Diese Form von Opfergabe geht aus der Sunna des Propheten hervor. Der Prophet sagte: „Für den (neugeborenen) Jungen sind zwei gleiche Schafe (als Akîka) zu opfern, und ein Schaf für das (neugeborene) Mädchen.“ (Ibn Mâdscha, Sunan, 3163 und 1515).

Aischa (r) berichtet: „Der Prophet schlachtete am siebten Tag nach der Geburt von Hasan und Husayn die Akîka(-Opfertiere) und gab ihnen ihre Namen.“ (Tadschrîd as-Sarîh Übersetzung, XI, 401) Die Akîka-Opfergabe wird von der hanafitischen Rechtsschule als erwünscht (mandub) eingestuft. Die anderen drei Rechtsschulen bewerten die Akika-Opfergabe als eine Sunna.

Die Opfergabe unmittelbar nach der Geburt ist nicht verpflichtend, sondern kann zu jeder Zeit entrichtet werden, solange das Kind das Pubertätsalter noch nicht erreicht hat. Es ist jedoch empfohlen, das Akîka-Opfertier am siebten Tag der Geburt zu schlachten. Am siebten Lebenstag erfolgt üblicherweise auch die Namensgebung, das Haar des Neugeborenen wird geschoren, gewogen und der Gegenwert der entsprechenden Gold- oder Silbermenge gespendet.

Schukr-Akîka

Die Schlachtung eines Opfertieres als ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber Allah wird „Schukr“ genannt. Der Spender kann zum Beispiel einen persönlichen Erfolg oder das Eintreten einer göttlichen Gabe/Segnung zum Anlass nehmen, um eine Schukr-Opfergabe zu entrichten.

Die Schukr-Opfergabe ist nicht verpflichtend, solange kein entsprechendes Gelöbnis abgelegt wurde. Eine besondere Form der Schukr-Opfergabe ist das Opfer der Pilger, die ihren Hadsch in in Form des Tamattu oder Kiran vollziehen

Da die Schukr-Opfergabe i. d. R. keine Opfergabe im Sinne des Adak (Einlösung eines Gelöbnisses) ist, dürfen sowohl der Spender als auch dessen Angehörige das Fleisch verzehren. Die Abgabe des Opferfleisches an Bedürftige ist ebenfalls möglich.

In welchen Ländern werden die Opfertiere (Adak, Akîka und Schukr) geschlachtet?

Die Adak-, Akîka- und Schukr-Opfertiere werden vorrangig in den Ländern geschlachtet und verteilt, in denen Hasene auch mit Brunnenprojekten aktiv ist.

Werden Spender darüber informiert, dass ihr Opfertier geschlachtet wurde?

Jeder Spender wird per SMS (sofern uns die Kontaktdaten vorliegen) über die erfolgte Opferung informiert.

Wie kann ich spenden?

Wählen sie auf unserer Website unter der Rubrik Jetzt spenden die Kategorie „Kurban-Spende“. Klicken Sie auf „Adak, Akîka und Schukr“. Wählen Sie die Form ihrer Opfergabe und geben Sie die Höhe Ihrer Spende an. Bitte bestätigen Sie mit „Weiter“ und geben nun die angeforderten Informationen ein, damit der Spendenvorgang erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Alternativ können Sie sich auch in unseren Zweigstellen über den Spendenvorgang informieren und vor Ort spenden.

Gilt meine Spende als Opfer?

Sofern Sie bei Übergabe der Spende die Absicht (Niyya) zur Opferung gefasst haben, ist ihre Opferung voll gültig. Sie beauftragen Hasene, die Opfergabe in Ihrem Namen durchzuführen.

Fotogalerie

Kontaktdaten der Abteilung Adak, Akîka und Schukr

Anschrift

Colonia-Allee 3

51067 Köln

Deutschland

E-Mail

adak[at]hasene.org

 

Telefon

+49 221 942240-431

+49 221 942240-401