AFRIKA

Soforthilfe 7. März 2019

„Hilfe, die Hoffnung macht.“

Hasene hat in Sierra Leone eine Nothilfe-Kampagne durchgeführt.
Sierra-Leone gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Folgen des Bürgerkriegs sind überall spürbar. Hier ist der Hasene mit seiner Nothilfe-Kampagne im Einsatz. Zu dem Hilfsprogramm gehören Waisen- und Infrastrukturprojekte. Im Rahmen der Feier zur Verleihung des Hafiz-Titels nahmen 12 junge Menschen ihre Hafiz-Zertifikate entgegen. Außerdem wurden 28 Akîka-Opferspenden geschlachtet und an die 800 Schüler, deren Familien und 100 Waisen verteilt.

An der Veranstaltung nahmen Mehmet Yaramış, Vorsitzender der Hasene Stiftung in Holland, Hüseyin Karataş aus dem Vorstand sowie Emir Said Bağcı und Yusuf Çiçek von der Jugendorganisation der IGMG Nordholland teil. Mehmet Yaramış teilte uns Folgendes mit: In den Städten Freetown, Waterloo, Komalou und Makkani wurden weitere Opferspenden und Lebensmittel-Pakete mit Reis, Zucker, Zwiebeln, Salz und Suppenzutaten verteilt.
Mit dieser Aktion wurden nach Angaben von Mehmet Yaramış mehrere Tausend Menschen erreicht.

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Die Delegation aus den Niederlanden besichtigte außerdem die von die Mustafa Yatabare, Spieler bei Konyaspor, in Sierra Leone errichtete Moschee in Rutifunk, einem Stadtteil von Waterloo, und weitere Projekte, wie Schulen, Waisenhäuser, Reisfelder, Gesundheitszentren, Solarenergieanlagen, Speicher, angemietete Felder, Brunnenanlagen und Brunnen. Im Rahmen eines laufenden Gesundheitsprojekts wurden einem Waisenhaus in Lungi Medikamente übergeben, außerdem wurden Informationen zur Behandlung einer angeborenen Krankheit bei Männern angeboten.

In den nächsten Wochen sollen 300 Patienten operiert werden. Insgesamt, so Yaramış, hätten die Hasene Mitarbeiter 1000 km zurückgelegt.

„Ihr hab uns nicht vergessen“

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Soforthilfe rettet Leben
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Laut Mehmet Yaramış kommen zu den Ausgabestellen der Lebensmittelpakete meist Frauen, Alte und Kinder. Ein älterer Mann in Makkeni habe ein Gebet gesprochen und gesagt: „Ihr habt uns nicht vergessen.“ In Waterloo sei den Mitarbeitern auch ein Dankesbrief übergeben worden.

Auch Muhammed Sarbu, der Bürgermeister von Lungi, und der Direktor für Ausbildung und Erziehung des Ministeriums für Bildung lobten während eines Treffens die Arbeiten von Hasene. Vor allem die Bildungsprojekte, zu denen auch das Hafiz-Programm gehört, würden landesweit zum Vorbild genommen.

Die Hilfsprojekte geben der Bevölkerung Hoffnung. Auch 12 Jahre nach dem Bürgerkrieg sind die Verhältnisse immer noch chaotisch, viele Menschen leben in Elendsvierteln, die Nahrungsversorgung ist nicht gesichert. Die Bildungs- und Landwirtschaftsprojekte zielen vor allem auf Hilfe zur Selbsthilfe.

Yaramış: „Wir haben hier ein Stück Land für 15 Jahre gemietet, das die Dorfbewohner bestellen werden. Letztes Jahr wurden 4,5 Tonnen Reis geerntet. 90 Säcke Reis, von denen jeder 50 Kilo wog. 10 Säcke erhalten die Dorfbewohner, der Rest geht an das Waisenhaus.“ Die Menschen in Europa sollten sehr dankbar für ihre Lage sein, findet Yaramış. „Sie sollten die Gaben, die sie besitzen, zu schätzen wissen und freigiebiger sein.“