Syrische Waisenkinder in Hatay unter unserer Obhut

IGMG Hilfs-und
Sozialverein e. V.

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Hasene unterstützt regelmäßig tausende Waisenkinder in vielen Ländern. 280 dieser Waisenkinder stammen aus Syrien und leben in der Türkei. Der Krieg in Syrien dauert nun schon seit fast sechs Jahren an, aber ein Ende der Leiden scheint weiterhin in weiter Ferne. Jeden Tag berichten die Nachrichten von neuen unschuldigen Opfern. In der Türkei haben 3 Millionen Flüchtlinge aus Syrien Zuflucht gefunden. Viele von ihnen sind Waisenkinder.

Sie heißen Ibrahim, Faruk, Fatima, Muhammad, Sana, Isra oder Ahmad. Aie alle haben ihre Eltern oder einen Elternteil im Krieg verloren. In Reyhanlı, Yayladağı und Kırıkhan, Provinzen der Kreisstadt Hatay, sind wir mit den Waisen zusammengekommen und haben ihnen Ihre Spendengelder übergeben. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Fotos von den Waisen gemacht, die ihren jeweiligen Paten gesendet werden.

Der stellvertretende Hasene-Vorsitzende in der Türkei, Ömer Söyleyenoğlu sagte dazu:

„Wir kamen mit unseren Waisen und ihren Angehörigen zusammen. Den Kindern ist der Verlust ihrer Eltern deutlich anzumerken. Ihre Blicke sind voller Trauer. Selbst ihr Lächeln spiegelt ihren gebrochenen Zustand wider. Wir versuchen, sie glücklich zu machen und zu trösten. Sie lächeln, aber in ihrem Lächeln erkennt man ihre Trauer. Unser jüngstes Waisenkind hier ist dreieinhalb Monate alt.“

Auf Zypern gesehen, in Kırıkhan wiedererkannt

In der Stadt Kırıkhan, einem weiteren Treffpunkt mit den Waisen, hatte Söyleyenoğlu eine interessante Begegnung:

„Wir waren in Kırıkhan, um den Waisen unsere Spenden zu übergeben. Als wir alles erledigt hatten und gerade aufbrechen wollten, kam ein 8-9 Jahre altes Kind zu uns. Es sagte: ‚Ich kenne Sie. Sie sind (von) Hasene‘. Zunächst war ich überrascht und fragte mich, woher dieses Kind uns wohl kenne könnte. Dann sagte es, dass es auf Zypern lebe und in den Ferien in seine Heimatstadt Kırıkhan gekommen sei. Dort sei es auf uns zugekommen um uns kennenzulernen. Ich fragte das Kind, woher es uns denn kannte. Es antwortete: ‚Ich habe Sie im Fernsehen gesehen. Sie waren in einem Zeichentrickfilm. Ich habe die LKWs mit den Hilfsgütern wiedererkannt. Das war ihr letzter Film. Die vorherigen Filme habe ich auch alle gesehen‘. Ich freute mich sehr darüber, dass wir für einen positiven bleibenden Eindruck in seinem kleinen Herzen hinterlassen hatten.“

Yusuf Yılmaz, ein freiwilliger Hasene-Helfer, der die Hilfsarbeiten filmte, sagte:

„Die unschuldigen Opfer des Krieges in Syrien, die Väter, Mütter und Kinder sehen Sie im Fernsehen, aber vor Ort ist die Situation eine ganz andere. Wenn Sie die Waisen in den Arm nehmen, erkennen Sie, wie katastrophal ihre Lage ist. Man versucht, sie zum Lächeln zu bringen, aber das Kind hat entweder das Lächeln ganz vergessen oder in ihm sträubt sich alles, sich ein Lächeln abzuringen. Das fiel mir auf, als ich Fotos machte. Sie wirken auf den Fotos einfach nicht wie Kinder dieses Alters. Das verdeutlicht auch die Auswirkungen, die ein Krieg auf Kinder haben kann. Man leidet mit diesen Kindern und wünscht sich, ihre Väter könnten noch bei ihnen sein.

Andererseits haben diese Kinder Glück, dass es Menschen gibt, die sie unterstützen und die sich ihrer annehmen. Gott sei es dank. Wir sehen täglich in den Nachrichten, dass es Kinder gibt, die auf diese Unterstützung verzichten müssen.  Trotz allem erfreut es einen, dass es Menschen gibt, die diese Kinder nicht alleine lassen. Es ist wichtig zu helfen, ohne dabei die Betroffenen zu beschämen. Wir sind die Vermittler. Die Spender geben und wir übergeben es den Bedürftigen. Da die Mütter und Angehörigen der Waisen wissen, dass wir Helfer sind, fühlten sie keine Verlegenheit, als sie die Spenden entgegennahmen.

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